Alta, Berge und Schnee – 36

Nach einer kurzen Nacht, viel das Aufstehen schwer. Die Sonne, die das Zelt schon die ganze Nacht aufheizte, machte es ab 10 Uhr unmöglich noch weiter zu schlafen. Der Morgen verlief trotzdem verlangsamt. Nach ein paar Stunden gerödel auf dem Campingplatz

zogen wir gegen Mittag richtung Alta.
Die größte Stadt Finnmark’s machte es uns mal wieder nicht einfach das Zentrum zu finden. Aber die Suche hat sich gelohnt. Ein nettes kleines Stadtzentrum, das so wirkte, als wurde es gerade erst komplett Saniert. Die Einkaufsstraße wurde anscheinend gerade neu gepflastert und endete mit der Wirklich gelungenen neuen Kathedrale.
Die Nordlyskatedralen wurde erst 2013 Gebaut und ist absolut einen Besuch wert. Die Mischung aus Sichtbeton, Titan und im inneren heller Eiche, ist modern wirkt aber trotzdem nicht kalt und abstoßend wie manch andere moderne Architektur. Die Kathedrale ist den Nordlichtern in der Form nachempfunden. Die unzähligen Lampen im inneren, erleuchten die Kathedrale auf eine außergewöhnliche Art und Weise. Ein weiches licht umhüllt den Raum und die große Jesusstaue ist wirklich gelungen. Es ist als empfängt sie einen mit offenen Armen. Ein Jugendlicher improvisierte gerade ein wenig am Flügel als wir eintraten. Es war unglaublich beeindruckend. Simeon saß einfach nur regungslos eine Weile lang da.

Nach dem Kirchenbesuch ging es dann weiter in die Shoppingmall, wo sich anscheinend die Bewohner allesamt treffen. Im Sportladen gab es jetzt auch für Simeon einen neuen Fahrradständer. Der macht jedoch heute Abend schon wieder einen nicht so ganz stabilen Eindruck. Da werden wir uns für die nächste Reise noch mal Gedanken machen müssen.
Nach unserem kleinen Besuch in Alta gab es einen gemeinen Aufstieg. Vom Fjord aus, hoch in die Berge. Gut das wir schon ein paar tausend Kilometer hinter uns haben, so sind auch solche Steigungen machbar.
Oben angekommen mal wieder eine ganz neue Landschaft. Der Felsige Boden ist nur noch mit Moosen und ein paar Blaubeerpflanzen bedeckt. Nur noch selten sieht man kleine Büsche. Dafür gibt es immer mehr Schnee. Schon ab 300m über dem Meeresspiegel liegen noch Schneereste. Die Sorgen dafür, das die Flüsse noch voll sind und das Wasser eiskalt und klar ist. Weiter ging es auf einer Hochebene. Hier laufen die Rentiere in ganzen Herden über die Straße.
Einen mehr oder weniger geeigneten Zeltplatz fanden wir dann neben einem kleinen Fluss, jedoch auch nur ein paar Meter neben der Straße. Mal sehen wann wir Morgen von den Touristenbussen geweckt werden. Mit Couscous und Kaffee genießen wir jetzt die Mitternachtssonne. Unglaublich wie unterschiedlich sich der Himmel färbt.
Hoffentlich haben wir am Nordkapp genauso viel Glück mit dem Wetter wie heute.
Aber an die Gegend um Alta, mit dem Canyon, der Nordlichtkathedrale und dem wunderschönen Fjord werden wir noch eine weile denken. Absolut einen Besuch wert!

4 Comments on “Alta, Berge und Schnee – 36

  1. Hej Hej,
    Coole Sache der Schnee, oder?
    Bin auch wieder auf dem Weg nach Göteborg, hoffe aber, selbigem dort nicht zu begegnen
    Seid Ihr eigentlich schon „Trecker-Willi“ begegnet?
    Ein neunundsiebzig Jahre junger Landsmann, der mit seinem 54 Jahre alten Traktor Robert seit Anfang Mai Richtung Nordkapp unterwegs ist.
    Also, falls Euch die Knochen zu sehr wehtun, nimmt er Euch bestimmt ein Stück mit in seinem Wohnwagen.
    Also, bleibt Aufrecht und wunderbare Erfahrungen an Eurem Zwischenziel dort oben!
    OD

  2. Wundervoll meinen Simi Sohn so zu sehen: Max deine Beeschreibung der Jesus Statue…. ja es scheint nicht nur so…. nein seine Arme sind ganz weit offen: Danke für jedes mit hinein nehmen in eure wundervolle, verzauberte ehrliche Gedanken – Gesehen- und Erlebte Welt.
    (Mama) Inke

  3. Haha… ihr seid schon da… ich war nicht ganz uptodate…

    Nice!!!!

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