An der Grenze zu Schweden – 54

„We all live in a yellow submarine…“ erinnert Ihr euch noch? An Tag 15 haben wir uns schon einmal so gefühlt als würden wir unter Wasser fahren. Heute lag mir das Lied wieder im Ohr. Schon geweckt von einem Tropfen Wasser, der mir auf die Stirn viel, wusste ich, das wird ein nasser Tag. Das erste Mal, hat der Regen in der Nacht, es bis ins Innenzelt geschafft. Beim aufstehen fühlte ich mich wie in einer Tropfsteinhöhle. Alles war eng, kalt und nass.

Da war ich sehr froh, dass ich mir gestern in Oslo noch eine neue Cap gekauft habe. Ich dachte bei der Hitze gestern zwar eher an einen Schutz vor Sonne, jedoch ist sie auch bei dem Regen sehr hilfreich. Wenn der Regen nicht direkt ins Gesicht klatscht, fährt es sich einfach schon viel angenehmer. Ich hoffe aber trotzdem, dass sie auch noch einmal vor der Sonne Schutz geben darf.

Obwohl wir heute erst spät losgekommen sind und es in Strömen geregnet hat, sind wir weit gekommen. Ich bin mir nicht sicher, ob das daran lag, dass wir die letzten Tage uns so wenig bewegt haben und unsere Beine sich über den Auslauf gefreut haben, oder weil wir schnellstmöglich nach Schweden wollten um wieder etwas günstiger einkaufen zu können. Ich denke es ist eine Mischung aus beidem. Dass mit dem günstiger hat jedoch noch nicht so ganz geklappt. Nach dem ganzen Regen waren wir uns am Abend einig, dass ein Campingplatz angefahren werden musste. Auf einer Karte an einer Tankstelle 20 Kilometer von Schweden entfernt, war ein Campingplatz im Grenzort auf schwedischer Seite eingezeichnet. Es zeigte sich jedoch an der Grenze, das die Symbole auf der Karte nicht ganz so genau eingezeichnet waren. Der Platz befindet sich genau an der Grenze, jedoch noch auf norwegischer Seite und hat auch solche Preise. Mit über 30€ der teuerste Platz den wir bisher hatten.

Dafür konnten wir uns dann auf den EINEN Stuhl in der Küche, abwechselnd setzen und auf dem Nostalgischen Herd unseren Couscous kochen. Vorher mussten wir aber schon mal kurz rüber nach Schweden laufen. Mal sehen ob die Schweden und morgen mit besserem Wetter erwarten.

„Das ist Hamburg und die Sonne scheint … nicht. Nein, es pisst wie immer… „Jetzt schallt gerade „City Blues“ von den Beginnern aus dem Computer, auch der Song passt ganz gut. Da kommt auch gleich noch ein bisschen mehr Heimweh auf. Mittlerweile freuen wir uns doch schon sehr bald wieder in Hamburg zu sein und wieder ein richtiges Dach über dem Kopf zu haben und ein fettes Steak zu essen. Doch bis es so weit ist, werden wir noch viel skandinavischen Regen genießen dürfen

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