Bis nach Göteborg und wieder zurück und wieder rein – 09 + 10

Wir fassen Tag 9 und 10 unserer Fahrradtour zum Nordkap einmal zusammen.
TAG 9: Die Nacht war ruhig. Nur ein kleines süßes Babykaninchen stolperte des Nachtens über eine Abspannleine und musste dann am Kopfende auf den Schrecken erst mal Fressen. Man sind die laut. Und dann haben in der Nacht wohl alle Möwen aus der Gegend um Åsa auf das Zelt gekackt.

Dies alles passierte Max. Scheinbar haben es die Tiere auf ihn abgesehen. Ich sollte versuchen mehr Abstand mit meinem Zelt zu gewinnen…
Zelt putzen, Kaffee machen und die letzten Kilometer auf dem „Kategatleden“ (dies ist ein nagelneuer Radweg von Helsingborg nach Göteborg, welchem wir eher zufällig komplett gefolgt sind) bis in die 2t größte Stadt Schwedens. Die Beine machen mittlerweile hervorragend mit. Auf gerader Strecke fallen sie nicht negativ auf. Leider wird es immer hügeliger je weiter wir nach Norden kommen und man spürt die Beine doch sehr beim hoch fahren.
Meine Familie hat Freunde in Kungsbacka, kurz vor Göteborg. Wir beschließen jeweils 2kg los zu werden. Die Schlösser müssen dran glauben.
Die Idee war ganz süß. Teure Fahrräder, teure Schlösser. Klingt logisch, ist in der Stadt auch so und die Jungs von der Räderei in HAMBURG meinten es nur gut. 2kg gehärteter Stahl. Muss man aber sein ganzes Leben einen Berg hinauf treten, so merkt man jedes Kilo zu viel . Und wir haben die Fahrräder bisher nur in Kopenhagen angeschlossen. Ansonsten Sitz immer wer bei den Rädern. Also weg damit!
Sind dann auch schnell in Göteborg, trinken ein Bier und orientieren uns kurz. Direkt sympathisch die gute Stadt. Zum übernachten aber wieder ein Stück zurück auf nen Campingplatz.

TAG 10: Aiaiai war das ein Wind. Aiaiai war das ein Regen. Aber alles hielt. Haben die Zelte noch zusätzlich abgespannt und gesichert. Alles blieb trocken und wir wurden von herrlicher Sonne geweckt.
Ein bischen paranoid sind die aber schon gewesen auf dem Liseberg Campingplatz. Wir kamen außerhalb der Öffnungszeiten an. Also einfach irgendwo auf dem kaum gefüllten Grün aufgebaut. Die Toiletten und duschen sind mit Chipkarten vor Zuspätkommern gesichert. Aber wir waren Fuchs genug um hinein zu kommen. Münze geworfen. Max hat verloren. Ab durch ein Fenster und Tür von innen geöffnet.
Nach Kaffe und Haferschleim wieder auf nach Göteborg. Wir haben unser Gepäck nach unserer guten Erfahrung in Kopenhagen in Schließfächer am Hauptbahnhof deponiert. Fahrräder draußen angeschlossen. Mit dem Notfall Ersatzschloss. Vollkommen ausreichend.
Göteborg an sich ist eine wirklich schöne Stadt. Nicht zu groß, nicht zu klein. Viel Wasser und nette Menschen. Einige Bausünden dafür viele Grünflächen. Wir haben viele tolle Kaffees gefunden. Einige Leckereien verspeist und den Sonnigen Tag genossen. War gut!
Nachdem alles erkundet war, was einfacher als in Kopenhagen ist, da die Touriinformation zu finden war, ging es weiter auf dem Rad.
Ursprünglich planten wir nach Oslo zu fahren. Nach Gesprächen mit ein paar einheimischen, ist dieser Plan gekippt worden. Zu viele Berge. Entlang der Ostküste schlängelt sich der „Cyklespåret längs ostkusten“. Schön flach und gut ausgebaut. Einmal von Süden nach Norden. Den werden wir fahren. Nun aber erst einmal richtung Osten auf dem Sverigeleden von Göteborg nach Stockholm. Wir werden also die nächsten Tage kein Salzwasser mehr riechen.

Morgen TAG 11: das Zelt von Max ist wieder voll mit Vogelkot.

 

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