Ein Tag Pause – 12

Die 140km und 7h im Sattel vom Vortag merkt man schon. Das Aufstehen fiel schwerer als sonst und dann knallte die Sonne auch noch ab 6 Uhr voll auf das Zelt. ‎Schlechte Voraussetzungen für einen Tag um den Vänern. Aber immerhin scheint die Sonne.  Aber am Horizont zieht Regen auf.

Also: täglich grüßt das Murmeltier… Kaffee, Haferbrei (heute in einer Mango- Himbeer Baby Geschmacksrichtung) und Zelte abbrechen. Wurden wir die letzten Tage schneller, war heute alles langsam. Wir waren uns einig. Der erste Platz zum Mittag und wir bleiben da den Rest des Tages. Einig sind wir uns auch, zu verschweigen, dass dieser dann nach nur 8km kam und wir dabei 2 Pausen machten. Einmal Angelgedöns kaufen und dann eine Regenpause. Fisch im Glas können sie ja, die Schweden. Zusammen mit Knäckebrot ein herrlicher Snack.

Regenjacke an und weiter. Der perfekte Platz kam schnell.

Nun sitzen wir hier seit Stunden. Haben versucht zu Angeln. Dafür ist der Platz aber gänzlich ungeeignet. Was solls, wir hacken Holz und bereiten ein Nachtlager vor. Ich muss noch kurz 3 Sachen für meinen Fotoautomaten in Hamburg regeln und dann sitzen wir herum, starren auf den dritt größten See Europas und erfreuen uns an dem Luxus den wir hier haben. ‎
Ein paar Monate alle Zelte abbrechen und quer durch wunderbare Landschaften ziehen. Ohne Stress. Ohne Deadlines. Ohne Pflichten.
Nur Sonne, Regen, Wellenrauschen, neue Begegnungen und das Surren der Räder unter dem Sattel. ‎Wo es gefällt bleiben wir. Wo nicht ziehen wir weiter.
Am Horizont regnet es. Die Wolken werden diesmal vorbei ziehen. Über mir scheint der Mond. Vor mir knistert ein Lagerfeuer‎. Ich bin satt und genieße mit einem Bier in der Hand das letzte Abendrot und bin gespannt was die Reise noch so bringt.

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