Bodø Tag 1 von 3 – 50

Wir sitzen fest. In den letzten 50 Tagen sind wir immer ohne Plan ein Stück weiter gekommen. Es gab immer ein Weg nicht an einem Ort bleiben zu müssen. Bisher sind wir meistens aber auch mit dem Fahrrad unterwegs gewesen und mussten nicht auf Fahrpläne und verschiedene Preise achten.

Jetzt macht uns unsere Ungeplantheit das erste mal einen Strich durch die Rechnung. Wir können erst am Montag Abend mit dem Zug Richtung Süden aufbrechen. Nach viel hin und her und vielen Recherchen im Internet, entschieden wir uns heute Morgen mit dem Zug nach Oslo zu fahren. Der Zug fährt zwar zwei mal täglich, ist aber ohne Sparpreis nicht bezahlbar. Außerdem ist nur begrenzt Platz für Fahrräder an Bord. Die erste einigermaßen erschwingliche Verbindung ist am Montag um 21 Uhr.

Nach dem Buchen, das sich mit den Fahrrädern als nicht ganz einfach erwiesen hat, da die bei der Hotline extra gebucht werden müssen, ging es ins Touristenbüro zurück. Dort Zwei Schließfächer mit den Radtaschen gefüllt, die Fahrräder angeschlossen und zufuß die Stadt erkundet.

Lange waren wir damit nicht beschäftigt. Auch wenn Bodø die Hauptstadt der Provinz Nordland ist, und eine der am schnellsten wachsenden Städte Norwegens, gibt es nicht all zu viel zu erkunden. Das war aber heute nicht weiter schlimm, denn nach den ganzen Regentagen hat es schon gereicht, mit einem Eis in der Sonne zu sitzen und das treiben der Menschen im Hafen zu beobachten.

Zum Abend hin, ging es zurück zum Campingplatz. Dort konnten dann die Zelte, Schlafsäcke, Isomatten… auch noch ein bisschen Sonne genießen. Auch die Klamotten durften sich auf eine richtige Waschmaschine freuen. Das erste mal nach 50 Tagen sind die Klamotten mal wieder so richtig sauber und wurden nicht nur im kalten Flusswasser gewaschen. Mindestens genauso abenteuerlich wie im Fluss war das Waschen aber. Von den Wertmarken für die Waschmaschinen hat der Campingplatz nur noch drei und wenn die gerade in Benutzung sind, hat man Pech. Auch das mit dem Waschmittel ist so eine Sache. Erst wurde uns noch versichert, das wir auf jeden Fall welches bekommen könnten, als die Wertmarken dann frei waren, wollte aber niemand mehr etwas davon wissen, die polnischen Gastarbeiter stolzierten aber mit welchem an uns vorbei. Das gute Head and Shoulders tut es aber auch. Passt ja auch, die Klamotten sind ja zu 90% aus Wolle. Dann musste man nur noch rausfinden wie man die Waschmaschine zum Laufen bekommt. Doch auch das wurde zum Problem. Nachdem wir alle Knöpfe kurz und lang gedrückt hatten, ging es doch noch einmal zur Rezeption. Da wurde mir etwas gelangweilt erklärt, das man den Stecker einmal ziehen und wieder einstecken muss. Dann startet sie auch.

Mal sehen womit wir die Nächsten zwei Tage hier verbringen.

Schreibe einen Kommentar