Über 1000 Höhenmeter – 18
Der Tag fing so gut an. Wir konnten die Zelte mal wieder im Trockenen abbauen, eine mehr oder weniger warme Dusche genießen und das Frühstück auf einer windgeschützten Bank essen.
Auch die ersten Kilometer verliefen noch reibungslos. Leichte Wolken, ab und zu Sonne, Die Straßen gut, keine Berge und der Wind war mal wieder unser verbündeter. Kurz vor dem Mittag wendete sich jedoch das Blatt. Angefangen hat alles mit leichten Hügeln, dann konnten wir in der Ferne schon die Schisprunganlage bei Falun sehen und bald schon waren wir mitten im skigebiet. Vorher haben wir aber noch schnell unseren Köderbestand in dem beschaulichen Ort Falun aufgebessert. Wäre doch gelacht, wenn wir jetzt nichts fangen.
2 Worte zur Stadt: süß, übersichtlich und sehr ansehnlich. Für unsere Verhältnisse war hier richtig was los!
Die richtigen Berge sollten erst nach dem Mittag kommen. Damit wir uns das Mittagessen auch verdient haben, kam noch schnell eine kleine Baustelle. Am Anfang der Straße haben wir uns noch über den super frischen Asphalt gefreut doch die Freude hielt nicht lang. Kurze Zeit später waren wir mitten in der Baustelle. Anfangs mit neuem Asphalt gut zu befahren, dann gewalzter Schotter, immer noch befahrbar und dann nur noch Schotter, mehr hin und her gerutscht als befahrbar. Das ganze ging über 10 Kilometer. Ab jetzt freuen wir uns nicht mehr über neue Straßen, sondern haben vor jeder Kurve Angst, dass Sie noch im Bau ist.
Zum Mittagessen sind wir mal wieder in eine Bushaltestelle geflüchtet, denn es fing mal wieder an zu Regnen. Nach kurzer Pause ging es dann mit den Bergen weiter. Zum Glück hatte es da wieder aufgehört zu Regnen. Doch nach 1000 Höhenmetern, am höchsten Punkt angekommen, begrüßte der Regen uns mal wieder. Schnell an der Kirche Wasserflaschen gefüllt, Überschuhe angezogen und runter zum Fluss.
Unten sind wir dann klitschnass angekommen haben schnell die Zelte und das Tarp aufgebaut und ich hab mal wieder das Angelglück getestet. Natürlich wieder ohne Erfolg. Simeon hat zum Glück in der Zeit schon Nudeln gekocht.
Ein Dank an dieser Stelle an Teja, welcher uns nahe gelegt hat doch noch ein Tarp und den knappen Kilo mehr mit zu schleppen. Dies wird nicht der letzte Einsatz gewesen sein so befürchten wir.

