Jungfrukustvägen- 21
Was für ein herrlicher Morgen! Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und der Hafer schmeckt. In der Sonne bratend und den See vor Augen noch schnell den Entschluss gefasst in die Fluten zu stürzen.
Verdammt war das kalt! Es wurde nur ein kurzes untertauchen und abseifen. Aber die Hose dürfte sich einer längeren Wäsche erfreuen. Einfach genial diese Fjällräven Barents Pro Hosen. Durch den G1000 Materialmix trocknen sie einfach wahnsinnig schnell. Das haben wir auch an den Regentagen gemerkt. Selbst wenn sie komplett durchnässt sind halten sie noch ganz passabel warm, wenn man nicht ausgerechnet im Wind steht. Und sie trocknen unglaublich schnell während der Fahrt. Gewaschen dann ausgewrungen und während des abbauens in die Sonne gelegt, konnte man sie schon ganz gut hinten am Fahrrad festzurren und selbst unter der Solarzelle reichte der Fahrtwind aus diese entgültig bis zum Mittag zu trocknen.
Aber wieder waren wir seit heute morgen auf der Suche nach einem Supermarkt. Merkbar werden es weniger Städte und noch weniger Menschen je weiter wir nach Norden kommen. Dafür mehr Fische und Mücken. Ich weiß ja nicht, was mir lieber ist…
Und da war sie. Die Ostsee! Endlich wieder am Meer. Hoffentlich wieder ein paar tage ein wenig flacheres Land.
Wir fuhren heute durch wunderbare Landschaften. Auf dem „Jungfrukustvägen“ fuhren wir durch bezaubernde Fischerdörfchen und Häfen, durch wilde Wälder und an weißen Stränden vorbei immer weiter nach Norden. Hier gibt es viel zu sehen. Kunstmärkte und Handwerkshäuser hätten wir uns ansehen können, wären wir denn in der Saison hier. So blieben uns aber viele Kaffees und eine sehr gut ausgebaute Straße. Auch gibt es hier viele Rast- und Aussichtsplätze. Echt eine Reise Wert die Küste hier. Allerdings ist die Supermarktdichte sehr gering. Hatten aber noch genug Nudeln für ein Mittagsmahl.
Viele km später dann endlich eine Einkaufsmöglichkeit, welche wir reichlich nutzten. Mit vollen Taschen wollten wir nun, es war schon 20 Uhr, unser Lager aufschlagen. Wir kamen tagsüber an perfekten Plätzen vorbei. Aber irgendwie landen wir Abends immer in den Städten. Heute landeten wir in Sundsvall. Diese alte Hafenstadt am Bottnischen Meerbusen leuchtete wunderbar in der langsam untergehenden Sonne. Aber es bot sich hier keine Möglichkeit zur Übernachtung. Wir kämpften uns also weiter, bis wir hier nun auf einen interessanten Campingplatz gelandet sind. Ein wenig alt alles aber wir haben die E4 quasi neben dem Zelt laufen. Ein bischen, wie es in unserer alten Wohnung in Hamburg war. Da hatten wir die UBahn quasi durch die Wohnung laufen.
Die Tage werden immer verschobener. Es wird einfach nicht mehr dunkel. 1 Uhr fühlt sich an wie 21 uhr. Und so stellen wir nach dem Abendbrot immer wieder erschrocken fest, dass es schon wieder 0 Uhr ist. das kann ja alles noch was werden.

