Alles so bekannt – 55

55 tage sind wir nun schon auf dem Radel unterwegs. Über Dänemark, Schweden und Finnland nach Norwegen zum Nordkapp. Und nun wieder zurück nach Schweden.

Man könnte fast von einem Déjà-vu sprechen. Wir sitzen in einer Biwakhütte am Lagerfeuer. In der Hand ein Kaffee. Der Bauch ist gefüllt mit Hecht und Pilzen. Das Feuer wärmt die müden Knochen und die Augen werden schwer. Ringsum hohe Bäume und ein Fluß vor der Nase.
So mag ich Schweden!

Schleppend ging e heute morgen los. Die letzte Nacht habe ich mir den Rechner um die Ohren geschlagen und Schadensbegrenzung an der Internetseite meines Fotoautomaten geleistet. Die ist gestern irgendwann geknackt worden und strotzt nun vor Schadsoftware. Aber die Jungens von Domainfactory erkannten das bevor es Probleme für die Nutzer gab und sperrten die Seite. Bei dem schlechten Netz gestern war aber nicht viel drin außer ein Begrenzen des Befalls. Wenn ihr das hier also lesen könnt lief alles glatt. Da mir die Augen irgendwann zu fielen, ging es morgens dann erst weiter. Mal schnell alles updaten, absichern und sichern.
Zum Glück haben stand das Zelt unter einer Laterne. Auf diesem Dauercamper Campingplatz. Eine hätte bei der Dunkelheit das Zelt sonst nicht gefunden.

Es ging dann aber los und beim Einkauf freute MAX sich gleich doppelt. Es ist alles so herrlich günstig im Vergleich zu Norwegen und es gibt endlich wieder die besten Kekse Skandinaviens. Die Kladdkaka. Yummi
Immer wieder wurden wir dann heute von Regenschauer überrumpelt und wechselten mehrmals von Regenklamotten in normale. Ansonsten war der Tag recht ereignislos.

Um 17 uhr dann schon rasten wir über eine Brücke und erst kurz dahinter realisierten wir an was für einem Juwel wir da vorbei gefahren sind. Also noch einmal zurück. Wir trauten unseren Augen kaum! Eine Hütte, Feuerholz, eine Wiese und ein Fluss, der verdächtig nach Fisch aussah. Perfekt!
Schon nach 2 mal auswerfen hatte max dann auch einen passablen Hecht an meiner Angel. Warum meine? Max hatte seine am letzten Abend in Bodø noch verliehen und bekam diese dann zerbrochen zurück. Doof. Der Platz brachte uns eh kein Glück, da am nächsten Morgen auffiel, dass wir um mein lieb gewonnenes Messer und eine Gabel erleichtert wurden. Wer klaut denn einem Campinggenossen sein Messer? Frechheit! Und dann auch noch diese hässliche Gabel…

Nun teilten wir uns die eine Gabel beim verspeisen der Hechtsteaks mit leckerer Knoblauchbutter. Dazu wurden Champions mit Zwiebeln gereicht. Es war der Wahnsinn! So lässt es sich aushalten. Nur die „köttbullar“ aus halal geschlachteten Hähnchen waren eher widerlich. Wir sollten bei den klassischen bleiben.

Morgen fahren wir dann über Torsby und schauen mal, ob wir dann schon am Flossbauplatz absteigen oder noch eine Nacht woanders übernachten. Ein wenig ist das auch abhängig davon wie lange ich morgen im Internetcafé weiter Schadensbeseitigung leisten werde. Ohne Website keine Buchungen.
Der Computer löst Probleme, welche man ohne ihn nicht hätte…

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