Schon wieder zu früh – 58
Früh startete der Tag. Die Sonne lockte die Ersten schon kurz nach 7 aus den Zelten. Ich hab mich aber doch lieber noch 2 mal umgedreht und gewartet bis der Kaffee fertig war. Nach dem Kaffee musste erst mal ein Feuer gemacht werden. Für 7 Personen ist es unmöglich Haferschleim auf den kleinen Gaskochern zu machen. Über dem Feuer in einem großen Gulaschkessel funktioniert es aber wunderbar. Erstaunlicherweise hat es mit der Abschätzung der Menge auch ganz gut geklappt. Einfach doppelt so viel wie vorher für uns zwei. Die anderen essen ja nicht so viel.
Beim Kochen hatte Farzad sich schon Mal dem Angeln gewidmet. Das erste mal im Leben eine Angel in der Hand und nach kürzester Zeit hing auch schon ein Hecht an der Rute. Es sollte jedoch auch mit 3 Angeln und noch geduldigen Anglern der einzige Fisch bleiben. Der war jedoch vorzüglich. Mariniert mit Butter, Knoblauch und Zitronenpfeffer ein super Mittagssnack. Nach dem Mittag gab es noch einen Kaffee und dann ging es rüber zum Floß Platz. Pünktlich um 17 Uhr standen wir dann auch bei der Anmeldung. Die wunderten sich jedoch was wir denn heute schon da wollen. Treffen ist ja immerhin erst Morgen. Da lief wohl etwas falsch in unserer Zeitplanung. Nach kurzem überlegen, ging es zurück zu unserem super Platz. Naja so wurde das Ab- und Aufbauen vom Riesenzelt noch mal geübt.
Bei einem kleinen Spaziergang um die Ecke dann der super Fund. Die ersten Blaubeeren sind doch schon reif. Also schnell mit Marie ein paar gepflückt. Da die anderen mit Autos angereist sind und nicht so ein Platz und Gewichtsproblem haben, wurde sogar Mehl, Zucker und Hefe mitgebracht. Schnell ein Hefeteig geknetet, in einen Topf die Hälfte eingedrückt, mit Blaubeeren und Zucker befüllt und mit der anderen Hälfte vom Teig zugedeckt. Jetzt musste nur noch ein Backofen für den Kuchen her. So wurde der Gulaschkessel wieder eingeheizt, mit etwas Wasser gefüllt, ein paar kleine Steine auf den Boden und den kleinen Topf mit Deckel in den Kessel ins Wasserbad. Zwei Stunden später musste dann nur noch der Kuchen gebräunt werden. Dafür muss man dann einfach ein Feuer auf dem Deckel machen. Mit etwas Zucker auf dem Kuchen gibt es dann eine wunderbar karamellige Bräune.
Nach dem Backen konnten dann auch endlich die Nudeln im Kessel gekocht werden. Einfach herrlich so zu kochen. Nur einen weiteren Fisch gab es leider nicht mehr. Dafür aber eine leckere Tomatensauce. Auch nach dem Essen wollte kein Fisch mehr beißen. Doch das hatte ich auch gehofft. Denn um halb 12 hatte ich keine Lust mehr noch einen Fisch auszunehmen und dem Feuer einzuheizen.
Als Simeon und ich die Zelte aufgebaut haben, lagen die anderen schon in Ihren Schlafsäcke. Beim Rundgang ob alles wetterfest ist, fragte Marie noch ob es regnen würde. Ich antwortete mit wahrscheinlich nicht, hab das Vorzelt beim „Haus“ aber trotzdem zu gemacht. Beim schließen vom zweiten Reißverschluss fing es dann schon an und Dicke tropfen fielen auf das Zelt.
Nun hoffen wir mal, dass es die Tage über trocken bleibt.

