Ticken mit den Wolken – 11

Ein langer, anstrengender und nasser Tag geht dem Ende zu. Alles fing so schön an. Morgens von der Sonne geweckt, dann ein leckerer Kaffe, den täglichen Haferschleim, noch eben den Kackspaten testen und ab auf die Fahrräder.

Nach wenigen Kilometern, merkten wir den Unterschied zur Küste. Der Wind hat stark nachgelassen und ist nicht mehr so kalt. Also schnell angehalten und kurze Hosen und T-Shirts angezogen. Noch schnell die Solarzellen angebracht und weiter ging es.

Bergauf, Bergab und im Slalom Richtung Nord – Osten. 40 Kilometer weiter dann endlich ein Supermarkt. Simeon kommt mit einem Leckeren Knäckebrot, Hering aus dem Glas und natürlich einer Tube raus, diesmal gab es Blauschimmelkäse.

Nach dem Snack vor dem Supermarkt machten sich schon die ersten Wolken bemerkbar. Kurze Zeit später fing es dann auch an zu regnen. Schnell in die nächste Bushaltestelle und pausieren. Erst mal Nudeln kochen… …gab ja lange nichts mehr.

Ab dem Zeitpunkt wurde mit den Wolken ticken gespielt. Es schien als seien wir etwas schneller als die Wolken und immer wenn es aufhörte zu regnen, wir wieder auf die Fahrräder stiegen, sind nur ein paar Kilometer verstrichen bis es wieder anfing. Immer die gleiche Wolke.

 

In der Nächsten Stadt dann bei Starkregen Cappuccino geschlürft und das Ganze aus der Sicherheit beobachtet. Blöd nur das die Regenjacken schön hinten auf dem Packsack festgeschnürt waren und dann auch vollkommen nass waren.

Regen vorbei, weiter gehts. Links blauer Himmel, rechts blauer Himmel, hinten blauer Himmel, vor uns eine schwarze Wand. Als es dann anfing zu Hageln stellten wir uns doch schnell unter die nächste Brücke. Doch es muss ja weiter gehen. Also nasse Regenjacke an und los fahren. Kurze Zeit später haben wir den Regen dann auch für heute hinter uns gelassen.

 

Da wussten wir aber noch nicht, das die Südküste vom größten See Schwedens, dem Vänern, sehr feucht und moorig ist. Nicht unbedingt die besten Bedingungen zum Zelten. Die Suche nach dem richtigen Zeltplatz dauerte dann auch zwei ein halb Stunden und ca 55 Kilometer.

Erst landeten wir im Militärgebiet, dann im Sumpf und dann war es wieder zu dicht besiedelt. Also zum nächsten Campingplatz. Der war nur noch 15 Kilometer entfernt, leider war die Sonne aber schon untergegangen.  Zum Glück haben wir uns für die Super Lampen entschieden. Noch schnell die Warnwesten an und auf dem schnellsten Weg nach Lidköping.

 

Jetzt noch schnell Nudeln kochen, denn nach 140 Kilometer in 7 h knurrt der Magen wieder und dann schnell ins Bett. Oder doch noch in die Sauna?

 

4 Comments on “Ticken mit den Wolken – 11

  1. Guten Morgen! Das verstehe ich jetzt aber nicht: ich hatte euch 20 Grad, Windstille und blauen Himmel gewünscht!? Ich hoffe, dass es heute für euch besser aussieht. Warum isst man u.a. in Schweden ständig irgend etwas aus der Tube? In meinem Kühlschrank habe ich höchstens eine Tube Tomatenmark…
    140 km – eine stramme Leistung, alle Achtung! Haben sich die Beine und der Po an die Strapazen eigentlich schon gewöhnt?
    Wünsche euch heute einen durchgängig sonnigen Tag.
    Viele Grüße aus dem Rheinland ps

  2. Hallo Ihr beiden tapferen Radler: Bin im Moment bei Samu und kann nun endlich sehen, wie es Euch geht: ….Am liebsten würde ich euch in ganz viel warme Decken hüllen, heissen Tee und ein deftiges Schnitzel vorbei bringen. Aber das hoen wir nach. In Gedanken bin ich bei Euch, mächtig stolz auf Euch, was Ihr da so leistet. Freiwillig ständig mit nassen Sachen und so viel Freude…. Eure Zelte sehen ja niedlich aus. Jeder hat also sein „Zimmer„. Man gönnt sich ja sonst nichts. …schmunzel…..passt gut auf Euch auf. Mama inke

  3. Ihr Verrückten,
    Kompliment an euch, euer Schreibstil ist wirklich überzeugend und macht Lust auf m(e)e(h)r! Das mit den kleinen Tippfehlern legt sich schon noch.
    Eure wahnsinnig schönen Fotos verstärken das Fernweh zusätzlich.
    Genießt diese moderne „Born-to-be-wild“-Zeit. Ich hoffe noch viel mehr von euch lesen zu können.
    Ich bin gespannt, was ihr noch so alles erlebt auf dieser Tour.
    Weiterhin eine wundervolle Zeit euch beiden.

  4. Hallo Jungs,
    Ihr seid ja wirklich schon ganz schön weit gekommen. Da hilft es sicher, Ballast abgeworfen zu haben. Aber denkt dran, die Hügel, die Ihr jetzt hoch fahrt, könnt Ihr auf dem Rückweg in Richtung Süden schön runterrollen. Und nicht vergessen, dann die Schlösser wieder abzuholen! In Deutschland werdet Ihr sie brauchen.
    Habt Ihr nicht eine Angel mit? So ein Fisch würde den Speisezettel doch anreichern.
    Ich wünsche Euch ein par warme und sonnige Abschnitte.
    Liebe Grüße
    Wolfgang

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